Schweizer Raclette Beilagen und Geschichte

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Schweizer Raclette Beilagen und Geschichte

Ganz alte Geschichten berichten vom Ursprung des Raclettes als einen rustikalen Bratkäse schon vor mehr als vier Jahrhunderten. Im Mittelalter wurden angeschnittene Käselaibe über Feuern bis zum Braunwerden der Kruste erhitzt. Genauer wurde es mit den Beschreibungen von Bratkäse als Tradition im Val d‘Anniviers, die von 1812 stammen. Der Fromage rôti war in dem Tal damals längst zum Bestandteil üppiger Festessen geworden. Aber auch abseits der Festtafeln hatten die Hirten in den Bergen die Delikatesse des über lodernden Feuern fein geschmolzenen Käses für sich entdeckt. Als die Spezialität im Jahr 1909 erstmals als Raclette (von franz. racler = schaben) benannt und auf einer großen Regionalausstellung zur besten Delikatesse zu gutem Wein avancierte, war der Weg frei für die Erfolgsstory.

In der klassischen Version werden die feinnussigen, enorm schmelzfähigen und kiloschweren Käselaibe zweigeteilt und dann entweder in einem Spezialhalter oder auf einem schwenkbaren Arm unter einem speziellen Grillofen geschmolzen. Der buttrig-sanfte Schmelz wird abgeschabt und zum Hochgenuss mit verschiedenen Beilagen wie die im Dampf gegarten Gschwelli, Peperoni, Maiskölbchen und Senffrüchte sowie Cornichións, Silberzwiebeln und andere Pickles.

Immer beliebter und weiter verbreitet sind die Raclette-Pfännchen. Sie werden nach individuellem Geschmack befüllt und zum Hauptakteur gemütlicher Runden um den Raclette-Grill.

Egal, ob klassisch oder in der Raclette-Pfännchen-Variation: Weit über die Landesgrenzen hinaus ist das Schweizer-Raclette-Vergnügen inzwischen sehr beliebt – und es entwickelten sich besonders delikate Beilagenempfehlungen. Dabei ist Vielfalt gefragt. Denn je vielfältiger und bunter die Beilagen sind, desto schöner wird das Geschmackserlebnis für alle Beteiligten der vielen fröhlichen Raclette-Runden.

Delikate Raclette-Beilagen für die bunten Pfännli

Vielfalt ist das A und O. Denn die wichtigste Regel für Raclette Beilagen ist: Erlaubt ist, was gefällt! Jeder darf füllen, grillieren, überbacken, verkosten und genießen, was die Laune und die Geschmacksknospen erlauben.
Damit das Geschmacksfeuerwerk der Beilagen so richtig brillieren kann, soll der Gastgeber lediglich für den gedeckten Tisch sorgen.

Ideen für die besten Raclette Beilagen

Der Käse kommt zuerst – schliesslich ist der die Hauptsache auf jedem Raclettepfännchen. Solange keine Eintönigkeit aufkommt, bleibt das auch so. Deshalb bieten Raclette-Profis nicht nur den traditionellen, klassischen und sogar bis zu sieben Monaten gereiften Raclette-Käse, sondern auch verschiedene andere Käsesorten an. Dabei kommt den Schmelzeigenschaften natürlich besondere Bedeutung zu. 

Raclette Pfännchen

Die Klassiker: Kartoffeln und Brot

Kartoffeln gehören in der Schweiz ganz klassisch dazu. Nichtsdestotrotz kann auch Brot in verschiedenen Varianten zur delikaten Beilage werden. Wie wäre es denn mit dem schwedischen Urbrot? Das Knäckebrot sollte allerdings recht kurz überbacken werden. Sonst wird es feucht und weniger knusprig. Zu den herzhaften Käsesorten sind auch Laugengebäck, Nussbrot, Früchtebrot oder herzhaftes Zwiebelbrot und das normale Graubrot perfekte Beilagen.
Zum Pfännli-Spass werden auch Mais-Chips, besonders wenn sie mit scharfen Jalapenos, herzhaftem Speck oder Sauerrahm und Käse überbacken werden.

Fleisch und Fisch als klassische Beilagen

Neben den Kartoffeln sind Fleisch und Fisch besonders beliebte Raclette Beilagen. Ganz dünne Plätzli aus Schweinefleisch oder Rindfleisch sind die Klassiker auf dem Tischgrill – aber auch Bratspeck und kleine Würstli wie beispielsweise die kräuter-würzigen Chipolata sind hervorragend geeignet. Geflügel wird übrigens zum köstlichen Grillgut, wenn es schon am Vortag mariniert wurde. Besonders delikat für alle, die es ausgefallener lieben und dazu Fisch und Meeresfrüchte mögen, sind beispielsweise Gambas und Lachs.

Raclette Beilagen

Verschiedene Früchte für den Frischekick

Viele unserer aromatischen Früchtesorten werden peu à peu beliebter als erfrischende Raclette Beilagen. Denn Feigen und Birnen, Trauben und Äpfel passen hervorragend dazu. Aber auch exotische Klassiker wie Ananas und Mango sorgen für fruchtige Frische – und selbst Bananen und Melonen ergänzen die herzhaften und aromatischen Käsesorten hervorragend. Weniger geeignet sind frisch-säuerliche Obststücke von Kiwi oder Zitrusfrüchten wie Zitronen und Orangen.

Die Exoten unter den Beilagen

Nicht nur für Fantasiebegabte wird das Schweizer Raclette zur Fernreise, wenn neben den typischen Ananasstücken ein paar eher ungewöhnliche exotische Klassiker beigegeben werden. So passen Kichererbsen gut zu Geflügel und Papaya zu den Schweineplätzli – und Kokosflocken werden zum Fisch zu einer kulinarischen Offenbarung.

Kernig, knackig, aromatisch

Für alle Knusperfans gibt es ausgesprochen kernige Raclette Käse Beilagen: Kerne und Nüsse sind bestens geeignet, die Pfännli mit Käse und mit Fleisch schön aufzupeppen. Vor allem die Käsesorten mit dem strengeren Gusto wie deftiger Blauschimmelkäse harmonieren mit Nüssen und Kernen wunderbar.
Alle süss-Schnäbel lieben auch Trockenfrüchte wie Rosinen und Cranberries zu ihrem Raclette.

Viel Würze im Pfännchen

Oft sind die Kleinigkeiten die Generatoren des besten Geschmacks. Weil alle die klassischen Raclette-Gewürze kennen, gehören Würze und Aroma der vielen weniger bekannten Kräuter oft zu den bemerkenswerten Entdeckungen versierter Genießer. Egal, ob getrocknete oder frische Kräuter – wichtig ist es eigentlich nur, die feinen Aromen von Thymian, Rosmarin, Basilikum und Co. vor dem Verbrennen zu schützen. Deshalb ist es ratsam, Kräuter nicht sofort, sondern als Zwischenschicht einzustreuen.

Buntes Gemüse zum Raclette

Gemüse gehört einfach dazu. Es ist nicht nur gesund, es ist vielmehr die ideale Raclette-Beilage. Viele essen gern Maiskölbchen, saure Gürkchen und anderes Essiggemüse dazu. Nichtsdestotrotz eignen sich von Blumenkohl, Rüebli, Peperoni bis Zucchetti fast alle Gemüse als Beilage. Wer Artischocken, Spargel, Oliven, Pilze oder getrocknete Tomaten auftischt, brilliert oft mit seinem besonderen Geschmack.
Tipp: Härtere Gemüsesorten wie Mais, Brokkoli und Rüebli sollten zuvor leicht angedünstet werden.

Sossen und Dips sind das A und O

Auch aus dem individuellen Sossen-und-Dip-Fundus kann serviert werden, was gefällt. Crème Fraiche mag zu einfachen Fleischpfannen ausreichen – aber auch aufwendige Sossen-Kreationen wie Curry-, BBQ- oder Honig-Senf-Soße, Aioli, Pesto oder verschiedene Chutneys passen hervorragend zum Fleisch, zu den Kartoffeln oder zum Brot.
Zu den klassischen Raclette Beilagen gehören Preiselbeerdips. Konfitüren harmonieren ebenfalls gut.

Zum Raclette gehört ein schönes Dessert

Nach dem Raclette ist eigentlich immer vor dem Dessert: Die Pfännli können selbstverständlich auch mit Dessert gefüllt werden – gebratene Bananen gehören hier zu den bekannten Klassikern. Darüber kommt etwas Honig oder Schokoladensosse und dann ist schon der süsse Raclette-Spass fertig.

Tipp: 
Kleine Omeletten werden zu überaus schönen Desserts, wenn sie mit etwas Schokolade oder mit Marmelade überbacken werden. Aus Marshmallows, Crackers und wiederum etwas Schokolade lassen sich ganz wunderbare S'mores zubereiten. Die süssen Petitessen schmecken allesamt wie das Original vom lodernden Lagerfeuer.

Dann noch ein schöner Wein

Klassisch ist ein Glas Weisswein zum Raclette. Denn die Säure des Weines macht den Raclette-Genuss leicht und bekömmlich. Rotweinliebhaber greifen natürlich auch gern zu ihren Lieblingströpfchen. Wer Alkohol gar nicht trinkt, ist mit einem schönen Tee zum Raclette gut beraten.

So manches Raclette wird zum Ende mit einem magenfreundlichen Kräuterschnaps begossen. ;-)